Der Verein
Arbeitskreis "Neue Wohnformen"
Der gemeinnützige Verein Pro Senioren Rosenheim e.V. ist auf Initiative der Stadt Rosenheim entstanden. Er koordiniert die Aktivitäten der in der Altenhilfe tätigen Institutionen und engagiert sich in der Weiterentwicklung der verfügbaren Angebote.
Die Arbeitsgruppe „Neue Wohnformen" des Vereins sucht nach Möglichkeiten, die Wohnsituation speziell älterer Menschen zu verbessern und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren.
Neubau - Umbau - Instandhaltung - Barrierefreiheit geht ganz leicht!
Ein Seminar für Handwerker und Gebäudeinstandhalter
Fast jede Wohnung lässt sich mit den nötigen Umbaumaßnahmen so einrichten, dass sie bis ins hohe Alter gut zugänglich und komfortabel zu bewohnen ist. Studien zeigen, dass die meisten Menschen im Alter so lange wie möglich selbstbestimmt leben möchten.
Sinnvoll ist Barrierefreiheit jedoch für jede Wohnung und jeden Bewohner, für ältere Menschen genauso wie für Mütter mit Kinderwägen. Dies stellt ein großes Potenzial dar und eröffnet auch dem Handwerk einen Markt, der noch viel zu wenig erschlossen ist.
Pro Senioren Rosenheim e.V. bot deshalb in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Rosenheim am Samstag, 20.11.10 von 09.00 - 12.00 Uhr in der Volkshochschule Rosenheim, Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Str. 3, 83022 Rosenheim ein gebührenfreies Seminar für Handwerker und Gebäudeinstandhalter an.
Dieses Seminar zeigte Wege und Möglichkeiten der Barrierefreiheit bei Neubau, Umbau und Instandhaltung auf. Es bot den Teilnehmern eine Fülle an Informationen und versetzte sie in die Lage, entsprechende Kundenwünsche zu realisieren. Referenten aus unterschiedlichen Fachbereichen bezüglich Fördermaßnahmen, Technik und Gestaltung informierten zum Thema Barrierefreiheit.
Die Rosenheimer Architektin Christine Degenhart, freie Mitarbeiterin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer informierte über Grundlagen, Gesetze und Normen sowie über das Wohnen im Bestand. Sie zeigte an unterschiedlichen Wohnungstypen auf, welche Anpassungsmaßnahmen möglich sind. Als weitere Themen standen bodengleiche Duschen und der schwellenlose Ausgang zu Balkon und Terrasse auf dem Programm. Maria T. Lehn von der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer gab Hinweise zu Fördermitteln als Service für den Auftraggeber. Über dementengerechte Wohnraumgestaltung berichtete Thomas Waldvogel, Assistent zum Innenarchitekten und gerontopsychiatrische Fachkraft. Dipl.Ing. Knut Junge, Experte in diversen Normausschüssen, referierte über kontrastreiche Gestaltung bei Sehbehinderung.